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01 Positive Affirmation - ©www.canva.com

Positive Affirmationen: Wie Du Dir Deine perfekte Affirmation zusammenstellst

Hier erfährst Du, wie Affirmationen wirken. Wann sie nicht wirken und wie Du Deine ganz individuell perfekte positive Affirmation für den Tag erstellst. Mit 36 und mehr Beispielen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist eine Affirmation
  2. Wirkung von Affirmationen
  3. 36 + Ideen für positive Affirmationen
  4. Kritik an Affirmationen
  5. Richtig affirmieren
  6. Fazit
  7. Quellen

1. Was ist eine Affirmation

Die Affirmation ist eine bewusste Formulierung, die Du Dir immer wieder erzählst. Positive Affirmationen können dabei helfen, selbstbewusster zu werden. Ursprünglich stammt der Begriff Affirmation aus dem lateinischen (affirmatiō) und bedeutet so viel wie „Beteuerung“ oder „Versicherung“. Heute könnte man es eher als eine Bejahung oder Zustimmung beschreiben.

Doch fangen wir einmal von vorne an. Das menschliche Gehirn hat die irre Angewohnheit, sich vor allem auf Probleme und Gefahren zu konzentrieren. In der Steinzeit, in der viele Gefahren lauerten, war so ein Denken von Vorteil oder besser gesagt überlebenswichtig.

In unserer modernen westlichen Welt gibt es nur noch wenige lebensbedrohliche Situationen in unserem Alltag. Trotzdem hat sich unser Gehirn kaum weiterentwickelt. Viele Menschen laufen täglich mit einem negativen Mindset durch die Gegend, das von Ängsten, Selbstzweifeln und Selbstkritik geprägt ist.

Das alles führt zu einer negativen Gedankenspirale und gleichzeitig auch noch oft zu selbsterfüllenden Prophezeiungen. Die Menschen denken negativ und erzeugen damit schlechte Gefühle. Die schlechten Gefühle wiederum lassen sie nicht ins Handeln kommen. Kurz: Die Menschen bleiben hinter ihren persönlichen Möglichkeiten zurück.

Diese negativen Gedanken sind nichts anderes als negative Affirmationen oder auch negative Glaubenssätze. Immer wieder sagen sich die Menschen „Das kann ich nicht“, „Dafür bin ich zu jung/alt/dumm“, „Ich bin zu schlecht dafür“ oder Ähnliches.

02 Selbstliebe Affirmation - ©www.canva.com

2. Wirkung von Affirmationen

Wir Menschen denken zwischen 50.000 und 60.000 Gedanken pro Tag. Ein Großteil dieser Gedanken beschäftigt sich mit der eigenen Person. Noch dazu sind der Großteil wiederkehrende Gedanken.

Auch wenn es Dir vielleicht nicht bewusst ist, beschäftigst Du Dich gedanklich einen Großteil jedes Tages mit Dir selbst. Hast Du nun ein negatives Selbstbild, wirst Du ganz automatisch täglich Negativität affirmieren.

Zum Glück können wir unsere Gedanken aber steuern. Das erfordert zwar besonders am Anfang etwas Übung und mentale Energie, wird mit der Zeit aber immer leichter. Alles, was Du dafür brauchst, sind etwas Geduld, Ausdauer und den Willen, Dein Mindset in Zukunft positiv zu beeinflussen, statt Dich selbst kleinzureden.

Etwa ⅔ Deines Tages kannst Du frei entscheiden, ob Du in dieser Zeit förderlich mit Dir selbst umgehen möchtest oder, ob Du Dir selbst im Weg stehst. Solltest Du bis jetzt eher mit negativen Glaubenssätzen behaftet sein und diese endlich auflösen wollen, sind positive Affirmationen der richtige Weg zu mehr Selbstliebe, Selbstvertrauen und einem insgesamt positiveren und erfolgreicheren Leben. [1]

Worüber wir nachdenken

Den Großteil des Tages beschäftigen wir uns gedanklich also mit uns selbst. Hier sind ein paar Beispiele, worüber Du täglich mehr oder weniger bewusst nachdenkst. Deine Gedanken sind:

  • optimistisch
  • kritisch
  • demütig
  • mutig
  • zweifelnd
  • bestärkend
  • beschuldigend
  • auf die Vergangenheit gerichtet
  • auf die Zukunft gerichtet
  • auf die Gegenwart fokussiert
  • Springen hin und her

Wie und worüber Du nachdenkst, hängt oft mit Deinen persönlichen Glaubenssätzen zusammen. Glaubenssätze sind Annahmen, die Du über die Welt, andere Menschen und Dich selbst triffst und die Du zu einem Teil von Deinen Eltern, Freunden und Menschen in Deinem Leben übernommen hast.

Das Problem: Wir halten Glaubenssätze für wahr, obwohl diese vielleicht nur in einer bestimmten Situation passend waren. Vielleicht hat Dein Vater einmal gesagt „Das war ganz schön dumm von Dir“ und Du hast daraus verallgemeinert abgeleitet „Ich bin zu dumm“.

03 Dankbarkeits-Affirmation - ©www.canva.com

Die Wirkung positiver Affirmationen

Positive Affirmationen helfen Dir dabei, diese negativen Glaubenssätze abzulegen und durch positive zu ersetzen. Das dauert einige Zeit. Es ist ähnlich wie Dir eine neue Gewohnheit anzueignen.

Richtig angewandt, kann regelmäßiges Affirmieren Dir dabei helfen, Dich selbst anzunehmen, mehr an Dich zu glauben und Dein Glücksempfinden deutlich zu steigern. Alles in allem tragen positive Affirmationen dazu bei, mehr Erfolg in Dein Leben zu bringen.

Affirmationen helfen Dir unter anderem in folgenden Lebensbereichen:

  • Dates
  • Prüfungsangst
  • Geburtsvorbereitung
  • Vorstellungsgespräch
  • Berufsleben
  • Finanzen
  • Gesundheit
  • Partnerschaft

Affirmation vs. Meditation

Hin und wieder kommt die Frage auf, wo eigentlich der Unterschied zwischen einer Affirmation und einer Meditation liegt. Ganz einfach erklärt, geht es beim Meditieren vor allem darum, im Hier und Jetzt anzukommen. Du richtest Deine Aufmerksamkeit also auf die Gegenwart. Bei einer Affirmation richtest Du Deinen Fokus dagegen auf einen gewünschten Zustand in der Zukunft.

Eine Affirmation ist ein Prozess des positiven Denkens. Eine Meditation dagegen ein Prozess des tiefen Denkens.

3. 36 + Ideen für positive Affirmationen

Du brauchst noch ein wenig Inspiration für Deine eigene Affirmation? Dann kannst Du Dir die folgenden Affirmationen durchlesen und sie ganz nach Deinen Vorlieben umschreiben. Alternativ kannst Du Dir auch meine aufgenommenen Affirmationen anhören.

66 Affirmationen für mentale Stärke

Erfolgsaffirmation

  • Ich gebe immer mein Bestes
  • Ich bin ein Glückskind
  • Was ich anpacke, wird gut
  • Ich schaffe, was ich mir vornehme

Dankbarkeits-Affirmation

  • Ich bin dankbar für mein Leben
  • Ich bin dankbar für alles Gute in meinem Leben
  • Ich bin dankbar für alles Schlechte in meinem Leben, weil ich daran gewachsen bin
  • Ich bin dankbar für jede Erfahrung
  • Ich bin dankbar für alle meine Freunde, Familie und Menschen, die mich für eine Zeit in meinem Leben begleitet haben
  • Ich bin dankbar für alles was ich besitze

Affirmationen gegen Ängste

  • Ich bin dankbar für meine Angst, denn sie zeigt mir, wo ich noch wachsen darf
  • Meine Ängste wollen mich nur vor Enttäuschungen schützen
  • Ich vertraue auf mein Können und dass ich trotz Angst schaffe, was ich mir vornehme

Affirmation für Geld und Wohlstand

  • Ich mag Geld
  • Ich kann gut mit Geld umgehen
  • Geld hilft mir mich zu verwirklichen
  • Mit Geld kann ich anderen Menschen helfen
  • Ich ziehe Geld in mein Leben und das ist gut

Affirmation für mehr Selbstliebe

  • Ich vertraue mir
  • Ich mag mich
  • Ich bin gut so wie ich bin
  • Ich bin liebenswert

Affirmationen zu Beziehung & Partnerschaft

  • Ich führe eine harmonische Partnerschaft
  • Beziehungen bereichern unser beider Leben
  • Es gibt viele passende Partner für mich
  • Ich bin begehrenswert

Affirmationen für Job & Karriere

  • Ich habe meinen Traumjob
  • Ich bin gut bei dem, was ich tue
  • Ich bin eine Bereicherung für das Unternehmen
  • Ich arbeite in meinem Traumunternehmen
  • Ich bin kompetent

Affirmationen für Schwangerschaft & Geburt

  • Ich bin geborgen
  • Ich bin ein Tempel für mein Baby
  • Ich schaffe das
  • Ich bin eine gute Mutter für mein Kind
  • Ich habe bereits jetzt eine Verbindung zu meinem Baby

4. Kritik an Affirmationen

Kritische Stimmen behaupten, dass regelmäßiges Affirmieren keinen Effekt bis hin zu einen negativen Effekt haben kann. Zum Teil stimmt das auch. Falsch angewandt, kann eine Affirmation negatives Denken sogar noch verschlimmern. Während es für manche Menschen extrem hilfreich ist regelmäßig zu affirmieren, kann sich bei anderen ein zusätzlicher Druck aufbauen. [1]

Das passiert vor allem dann, wenn Du eine Affirmation verwendest, die Du innerlich noch absolut nicht glauben kannst. Deswegen ist es wichtig Dir eine Affirmation zu erstellen, die sich von Beginn an gut für Dich anfühlt.

5. Richtig affirmieren

Affirmationen haben nicht den Anspruch, alles Negative zu unterdrücken und zu blindem Optimismus zu verleiten. Aber sie sollen Dir dabei helfen, Deine negativen Affirmationen zu überwinden.

Damit die Affirmation bestmöglich wirkt, ist erst einmal der richtige Aufbau wichtig. Dieser sollte wie folgt sein:

  • Immer in der Ich-Form
  • Ein positiver Wunschzustand wird beschrieben
  • Keine Verneinung (Ich werde nicht mehr rauchen -> Ich bin Nichtraucher)
  • Konkrete Formulierung (SMART Formulierung)
  • Gegenwartsform (Als ob es bereits Wirklichkeit ist)
  • Starke Formulierung (habe statt hätte, will statt möchte)

Wichtig ist, dass sich die Affirmation für Dich 100 % gut und richtig anfühlt. Du musst Dich mit dem Satz auch auf emotionaler Ebene vollkommen identifizieren, damit er seine Wirkung entfalten kann.

Beispiele für Satzanfänge, die Du benutzen kannst:

  • Ich bin
  • Ich darf
  • Ich genieße
  • Es tut mir gut
  • Ich erlaube mir

Hast Du eine geeignete Affirmation für Dich gefunden, solltest Du sie am besten gleich mehrmals täglich aufsagen. Das kannst Du entweder laut tun oder sie ganz in Ruhe gedanklich durchgehen. 3x täglich für je 5 Minuten reichen hier bereits aus. Dafür kannst Du die Affirmation ganz praktisch in Deine Morgenroutine und Deine Abendroutine einbauen und tagsüber beispielsweise als kleinen Break in Deine Mittagspause einbringen.

6. Fazit

Affirmationen helfen Dir dabei, negative Selbstgespräche zu überwinden und diese ins Positive umzukehren. Richtig angewandt, können sie Dir dabei helfen, negative Glaubenssätze aufzulösen und Dein Selbstbewusstsein zu steigern.

7. Quellen

[1] https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/1359105316643595

[2] https://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/psyifp/aeechterhoff/wintersemester2011-12/seminarthemenfelderdersozialpsychologie/04_wood_etal_selfstatements_psychscience2009.pdf

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