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01 sich erden - ©CBL

Sich erden: Was es bedeutet und wie Du es am schnellsten schaffst

Frei von Stress, voll innerer Ruhe und einfach mit Dir selbst im Reinen sein. Kurz: Geerdet sein. In diesem Beitrag erfährst Du, wie man sich erden kann.

Inhaltsverzeichnis

  1. Sich erden: Was es bedeutet
  2. Warum es wichtig ist, sich zu erden
  3. Wie kann man sich erden? 8 Möglichkeiten
  4. Fazit

1. Sich erden: Was es bedeutet

Als Erdung bezeichnet man in der Physik das Ableiten elektrischer Ströme in den Erdboden. Dies kann absichtlich, mithilfe von Technik oder zufällig über ganz natürlichem Weg passieren.

Beim sich erden im spirituellen Sinne geht es zwar nicht um gefährliche elektrische Ströme, aber irgendwie geht es trotzdem darum, überschüssige Energie über den Boden abzugeben. Wenn Menschen davon reden, sich selbst zu erden, wollen sie wieder mehr zu sich selbst finden.

2. Warum es wichtig ist, sich zu erden

In unserer modernen Gesellschaft stehen wir gewissermaßen dauerhaft unter Strom. Wir verbringen unsere Zeit rund um die Uhr vor Bildschirmen mit künstlichem Licht und sind dauerhaft Strahlungen durch Mobilfunknetze und W-LAN ausgesetzt.

Gleichzeitig fehlt immer mehr Menschen der Ausgleich in der Natur. Wir laufen über asphaltierte oder gepflasterte Straßen und schlafen in Betongebäuden, dessen hohe Etagen weit entfernt von der natürlichen Erde sind.

Dazu kommt dann noch der bewusste und unbewusste Dauerstress, dem wir durch die Arbeit der Leistungsgesellschaft ausgesetzt sind. Aber auch unsere Freizeit, in der wir eigentlich Zeit zum Abschalten haben sollten, verbringen wir, indem wir unseren Körper weiteren Stressoren aussetzen.

Statt ein Buch zu lesen oder raus in die Natur zu gehen, was uns auf natürlichem Wege wieder erden würde, verschwenden wir unsere Zeit vor dem Smartphone oder anderen Bildschirmen. Wir gehen shoppen oder essen Fast Food und trinken ein „Feierabendbier“, um uns abzulenken.

Kein Wunder, dass immer mehr Menschen gestresst sind, sich mental ausgelaugt fühlen und kurz vor dem Burn Out stehen. Die folgenden Beispiele sind Anzeichen dafür, dass Du aktuell nicht gut geerdet bist:

  • Du bist häufig unkonzentriert.
  • Deine Gedanken springen und es fällt Dir schwer Deinen Fokus zu behalten.
  • Du fühlst Dich innerlich unruhig und getrieben.
  • Du vergisst oft, was Du als Nächstes machen wolltest.
  • Du fühlst Dich gestresst und mental ausgelaugt.
  • Wenn Du zur Ruhe kommst, verbringst Du Deine Zeit mit Grübelei über Zukunft und Vergangenheit.
  • Du bist oft leicht reizbar und reagierst auf Kritik sehr empfindlich.
  • Du hast häufig kalte Füße.
02 sich selbst erden - ©www.canva.com

Durch regelmäßige Erdung, bringst Du Dich körperlich, mental und seelisch wieder ins Gleichgewicht. Hier wird gerne auch die Metapher des Baums benutzt, der fest verwurzelt auf dem Boden steht und den kein Windstoß so einfach umhauen kann.

Genau das wollen auch wir durch regelmäßiges sich erden erreichen. Wir wollen mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehen und uns von nichts und niemandem aus dem Gleichgewicht bringen lassen. Es geht darum, wieder mehr in die Präsenz und das bewusste Wahrnehmen des Hier und jetzt zu kommen.

3. Wie kann man sich erden? 8 Möglichkeiten

In der traditionell chinesischen Medizin heißt es, dass die Füße mit unseren inneren Organen über sogenannte Energiebahnen verbunden sind. Und tatsächlich kann jeder, der bereits eine Fußmassage erhalten hat, den direkten Entspannungseffekt auf den ganzen Körper bezeugen.

Beim sich selbst erden, brauchst Du zum Glück niemanden, der Dir dabei hilft. In der Regel kannst Du jede der folgenden Methoden selbst ausprobieren. Besonders wirkungsvoll ist jede der Methoden in einer natürlichen Umgebung, in der Du Dich möglichst direkt mit dem direkten Erdboden verbinden kannst.

Bewusster Bodenkontakt

Wenn wir unterwegs sind, laufen wir ununterbrochen in Schuhen herum, die unsere Füße einengen. Zu Hause laufen viele dann auch noch mit Hausschuhen herum, statt den Füßen einfach mal ein bisschen Freiheit zu gönnen.

Egal wo Du bist, zieh einfach mal Deine Schuhe und Socken aus und gehe ein paar ganz langsame Schritte. Konzentriere Dich bei jedem Schritt darauf, ganz bewusst wahrzunehmen, wie sich der Bodenkontakt anfühlt. Am besten setzt Du bei jedem Schritt mit Deinen Zehen als Erstes auf, um den Boden noch genauer abtasten zu können.

Raus in die Natur

Wenn Du die Möglichkeit hast, gehe am besten raus in die Natur und mache einen Spaziergang im Park oder durch den Wald. Du wirst sehen, wie schnell Du in dieser ruhigen Umgebung selbst gedanklich zur Ruhe kommst und ganz automatisch beginnst, Dich wieder mehr zu erden. Um Dich beim Spaziergang noch besser zu erden, kannst Du diesen auch mit einer sogenannten Gehmeditation kombinieren.

03 Wie kann man sich erden? - ©www.canva.com

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Barfuß gehen

Eine Kombination und Steigerung der ersten beiden Methoden zum sich selbst erden ist das barfuß gehen. Die Sinneseindrücke über die Fußsohlen sorgen dafür, dass Du ganz schnell raus aus dem Kopf und rein in das Bewusstsein kommst. Besonders effektiv ist diese Methode auf extra dafür angelegte Barfußpfade.

Ein Fußbad

Ein Fußbad verbindet Dich zwar nicht direkt mit dem Erdboden, bringt Dich aber in jedem Fall raus aus dem Kopf und leitet Deine Energie und Bewusstsein in die Füße. Ähnlich wie bei einer Fußmassage wirst Du bei einem Fußbad ganz schnell entspannen können und Dich frei von Stress machen.

Gartenarbeit

Gartenarbeit ist gleich auf mehrfache Art gut für Dich. Einmal liegt es am intensiven Kontakt mit Erde und Pflanzen, dass Du Dich hierbei ganz automatisch erdest. Gleichzeitig wird durch die körperliche Arbeit Stress auf natürlichem Wege abgebaut. Anschließend fühlst Du zwar, dass Du gearbeitet hast, aber bist gleichzeitig auch spürbar entspannt und ausgeglichener.

Draußen schlafen

Der Schlaf an der frischen Luft, im besten Fall sogar in der freien Natur, ist etwas, das heute kaum noch gemacht wird. Draußen zu schlafen, kostet Überwindung, ist aber auch eine einzigartige Erfahrung. Die kühle, aber gleichzeitig auch klare und frische Luft sorgt für einen erholsamen Schlaf und dafür, dass Du am nächsten Morgen deutlich erholter aufwachst.

Kochen

Auch beim Kochen kannst Du Dich erden, indem Du nur frische Zutaten benutzt. Besonders frisches Wurzelgemüse, wie Karotten, Rote Beete oder Kartoffeln sind hierfür sehr gut geeignet. Aber auch frisches süßes Obst hilft dabei, Dich mental wieder mehr zu erden, indem es Dich raus aus dem Kopf und wieder mehr ins Fühlen bringt.

Achtsamkeitstraining

Achtsamkeitsübungen wie Meditationen oder verschiedene Atemtechniken helfen Dir dabei wieder raus aus dem Kopf und dafür mehr ins Fühlen zu kommen. Besonders effektiv sind die Übungen, wenn Du Dich hier ganz bewusst auf Deine Füße konzentrierst.

Gedankliche Verwurzelung (Erdungsmeditation)

Die gedankliche Verwurzelung ist eine sehr effektive Methode, um sich selbst zu erden. Nimm Dir ca. 5 bis 10 Minuten Zeit für Deine Erdungsmeditation. Suche Dir einen ruhigen Ort. Am besten in der freien Natur. Positioniere Dich dafür aufrecht, in einem festen, etwa schulterbreiten Stand. Wenn möglich sogar barfuß.

Schließe Deine Augen, lasse Deine Schultern locker hängen, aber behalte trotzdem eine gerade, aufrechte Körperhaltung. Das Kinn schaut nach vorne. Konzentriere Dich zu aller erst auf Deine Atmung. Atme langsam tief in Deinen Bauch ein. Halte die Luft für 2 bis 3 Sekunden an. Und atme dann ganz langsam durch den Mund wieder aus. Wiederhole diesen Ablauf 5x.

Beginne jetzt, Deine Aufmerksamkeit auf Deine Füße und den Kontakt Deiner Fußsohlen mit dem Boden zu lenken. Stell Dir bei jedem Einatmen vor, wie Du all den Stress und innere Unruhe in Deiner Körpermitte sammelst. Anschließend stellst Du Dir beim Ausatmen vor, wie die überschüssige Energie über Deine Füße in den Boden abgeleitet wird. Wiederhole diesen Ablauf ebenfalls für 5 Runden.

Atme nun ganz normal weiter. Stell Dir vor, wie Deine Füße mit jeder Ausatmung Wurzeln in den Boden schlagen und diese immer größer und fester werden. Diese Wurzeln geben Dir Halt und verbinden Dich mit der Erdenergie.

Konzentriere Dich jetzt noch einmal auf Deine Atmung und stelle Dir dabei vor, wie Du mit jedem Atemzug frische Energie aus der Erde aufnimmst. Bei jeder Ausatmung kannst Du gleichzeitig immer besser entspannen und kommst in einen Zustand der Leichtigkeit und Gelassenheit. Wiederhole diesen Vorgang für 8 Runden. Anschließend normalisierst Du Deine Atmung wieder und verbleibst noch etwa eine Minute in der Position.

Öffne langsam wieder Deine Augen. Beginne Dich zu strecken und lockere Dich ein wenig.

4. Fazit

Beim sich erden im spirituellen Sinne geht es darum, überschüssige mentale Energie loszuwerden und Dich wieder mit der natürlichen Erdenergie zu verbinden. Durch einen stressigen Arbeits- und Alltag sind viele von uns oft viel zu sehr im Kopf, mit negativen Gedanken gefangen. Durch regelmäßiges erden, kommst Du zurück in die Wahrnehmung und Bewusstheit.

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