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Geduld ist eine Tugend – Warum sie so wichtig für ein erfolgreiches Leben ist

Geduld hilft Dir, mit Zuversicht und Gelassenheit an Deinen Zielen zu arbeiten. Hier erfährst Du, wofür sie noch wichtig ist und wie Du Ungeduld loswirst.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Geduld? – Definition
  2. Wofür Geduld wichtig ist
  3. 12 Tipps und Übungen für mehr Geduld
  4. Das Gegenteil von Geduld
  5. Was ungeduldig macht
  6. Gedulds-Experiment: Der Marshmallow-Test
  7. Fazit

1. Was ist Geduld? – Definition

Geduld ist Fähigkeit, mit Gelassenheit abzuwarten und die Hoffnung zu haben, dass sich alles zu seinem Besten entwickeln wird. Dazu zählt auch unangenehme Situationen oder vorübergehende, unerwünschte Lebensumstände auszuhalten.

Eine Person mit viel Geduld schafft es spontane Impulse, Sehnsüchte, Verlangen und andere unerfüllte Wünsche bewusst zurückzustellen, um ein größeres, übergeordnetes Ziel zu erreichen.

Genauso kann Geduld sich aber auch dadurch zeigen, dass Du Deinen Fokus bewahrst und Stress oder Druck aushältst oder auf Konsum verzichtest. Geduld gilt als eine wichtige Kompetenz für beruflichen und privaten Erfolg.

Synonym für Geduld werden gerne auch Begriffe wie Langmut und Ausdauer, Selbstkontrolle, Frustrationstoleranz, Gelassenheit, Gleichmut, Beharrlichkeit, Durchhaltevermögen oder Standhaftigkeit verwendet.

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2. Wofür Geduld wichtig ist

Geduld ist in verschiedensten Lebenslagen wichtig. Vom Kindesalter bis in die späten Lebensjahre ist Geduld wichtig. Denn es wird immer wieder Situationen geben, die entweder Geduld erfordern oder dazu führen, dass wir das Handtuch werfen, aufgeben und damit hinter unseren Möglichkeiten bleiben. Die folgenden Beispiele zeigen Dir, wo Geduld besonders wichtig ist.

Beim Lernen in der Schule, wenn es mal etwas länger dauert, bis Du etwas wirklich verstehst. Aber genauso ist Geduld von Dir als Mutter oder Vater gefragt, wenn Dein Kind einfach länger braucht, um etwas zu verstehen.

Später im Berufsleben braucht es Geduld, um Karriere zu machen, Deine gewünschte Position zu erreichen und ein bestimmtes Gehalt zu bekommen. Vielleicht musst Du Dich dafür noch ein paar Jahre weiterbilden und am Abend oder den Wochenenden lernen, wenn andere sich vergnügen.

Auch der Aufbau von Wohlstand oder sogar finanzieller Freiheit erfordert Geduld. Am Anfang macht es den Eindruck, als ob sich Dein Konto kaum füllt. Aber mit den Jahren wird es immer mehr, bis Du Dir endlich Eigentum leisten kannst oder von Dividenden aus angelegten Aktien leben kannst.

Beim Abnehmen und Training brauchst Du Geduld. Denn nicht immer sieht man die Erfolge sofort im Training. Nicht immer nimmt man gleich schnell ab. Manchmal stagniert das Gewicht für mehrere Wochen. Jetzt heißt es trotzdem weitermachen und auf das Ergebnis vertrauen. Deine Geduld zahlt sich mit der Zeit aus.

Wenn Du etwas Neues lernst, ganz egal ob ein Musikinstrument, eine neue Sprache oder irgendeine spezielle Fertigkeit. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Und so kannst auch Du nicht erwarten, dass Du nach ein paar Tagen schon beherrschst, wofür andere Menschen Jahre gebraucht haben.

In Beziehungen oder sozialen Interaktionen ist ebenfalls sehr oft Geduld gefragt. Denn nicht jeder Mensch hat Dein Tempo. Manche brauchen länger als Du etwas zu verstehen und manche bewegen sich sogar einfach deutlich langsamer als Du. Auch hier ist Geduld gefragt.

Und zu guter Letzt ist Geduld vor allem in der Persönlichkeitsentwicklung gefragt. Das Ändern von Denk- und Verhaltensmustern kostet viel Zeit und Kraft und Du wirst immer wieder auch mit Rückschlägen zu kämpfen haben. Geduld ist Dein Freund. Ein Begleiter, der Dich Deinen Zielen täglich ein Stück näher bringt.

Vorteile von Geduld

Geduld hilft Dir dabei, Dir selbst weniger Stress und Druck zu machen und langfristig Deine Ziele zu erreichen, weil Du nicht vor Ungeduld aufgibst. Entscheidungen kannst Du rationaler und objektiver treffen und Du wirst seltener Konflikte in sozialen Interaktionen haben.

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3. 12 Tipps und Übungen für mehr Geduld

Das Verhalten eines jeden Menschen ist zu einem gewissen Teil genetisch angeboren. Der größere Anteil am eigenen Verhalten wird aber von den Menschen geprägt, mit denen wir aufwachsen und uns später umgeben.

Das soll und darf keine Ausrede sein. Die Persönlichkeitsentwicklung zeigt, dass Denkmuster und Verhalten sich in jedem Alter ändern lassen. Das ist natürlich nicht immer so leicht. Aber wenn Du Dich aus tiefstem Herzen ändern und weiterentwickeln willst, geht das.

So ist es auch mit der Geduld. Selbst wenn Du aktuell noch eher ein ungeduldiger Mensch bist, kannst Du daran arbeiten bewusster zu werden. Wenn Du bis hierher gelesen hast, scheinst Du schonmal genügend Selbstreflexion zu besitzen, um an Dir arbeiten zu wollen. Der wichtigste Schritt ist damit getan.

Die folgenden Tipps können Dir dabei helfen, in Zukunft noch geduldiger zu werden:

1. Ändere Deinen Fokus

Wenn Dir etwas nicht schnell genug geht, liegt das vielleicht daran, dass Du Dich zu sehr auf das Ergebnis fokussiert hast und Dir selbst zu viel Druck machst. Konzentriere Dich auf den Prozess und erkenne hier auch die kleinen Verbesserungen. Eine andere Methode Deinen Fokus zu verändern ist es, Dich vom Auslöser Deiner Ungeduld zu entfernen und zeitweise auf etwas anderes zu konzentrieren.

2. Ändere Deine persönliche Einstellung

Ungeduld entsteht oft, weil wir glauben, dass die Dinge so kommen müssen, wie wir es geplant haben. Das ist aber nicht der Fall. Oft passiert genau das Gegenteil. Ändere Deine mentale Einstellung, dass Menschen und Dinge sich nach Dir richten müssen und richte Du Dich lieber nach den Menschen und Situationen.

Das bedeutet nicht, dass Du Deine eigenen Bedürfnisse hinten anstellen sollst. Aber Du wirst immer auch einen Weg finden, Deine Bedürfnisse zu erfüllen, indem Du spontan und flexibel auf eine Situation reagierst.

3. Setze realistische Maßstäbe

Ungeduldige Menschen wollen meist alles auf einmal. Mit dem Rauchen aufhören. Keinen Alkohol mehr trinken. Mehr Sport machen und abnehmen. All das geht nicht von heute auf Morgen. Vor allem abnehmen erfordert sehr viel Disziplin, Veränderung und Zeit.

Am besten planst Du Ziele mit der sogenannten SMART-Methode. Damit machst Du Dir einen realistischen Plan, um Dein Ziel zu erreichen.

4. Mach Dir Deine Fortschritte bewusst

Oft übersehen wir all die kleinen Erfolge, die wir schon feiern könnten, weil wir uns nur auf das übergeordnete Ziel konzentrieren. Dieser laserscharfe Fokus ist einerseits gut, erzeugt andererseits aber auch schnell Ungeduld. Um geduldiger zu werden, feiere auch immer wieder Deine kleinen Erfolge und lerne den Weg zum Ziel zu genießen.

5. Nutze Deine Zeit

Immer wieder gibt es Situationen, in denen wir man mal „nichts“ zu tun hat. Natürlich kannst Du in solchen Situationen einfach nur abwarten und Tee trinken, bis es weitergeht. Das macht mit Sicherheit ungeduldig.

Um Deine Geduld zu behalten, kannst Du Deine Zeit aber auch sinnvoll nutzen. Wartezeiten beim Arzt lassen sich perfekt mit einem Buch über Persönlichkeitsentwicklung überbrücken. Wartezeiten bei der Arbeit, eignen sich perfekt, um ungeliebte Aufgaben zu erledigen. E-Mails beantworten oder einfach nur Ordnung schaffen. Jetzt ist die richtige Zeit dafür.

6. Baue Stress ab

Stress ist einer der Auslöser für Ungeduld. Lerne, Stress gesund abzubauen. Nutze dafür Entspannungsmethoden oder auch Sport als Ausgleich. Ausgeglichene Menschen sind automatisch auch geduldiger.

7. Mach Dir die negativen Folgen Deiner Ungeduld bewusst

Wie oft und wo hat Dich Deine Ungeduld schon dazu bewegt, Dinge frühzeitig abzubrechen? Wie oft und wo hat Dich Deine Ungeduld in den Konflikt mit Deinen Mitmenschen gebracht? Wie oft und wo hätte Geduld Dir in verschiedensten Situationen geholfen?

Beantworte diese Fragen einmal für Dich. Schreibe Dir die Antworten am besten sogar auf, um Dir die negativen Effekte Deiner Ungeduld bewusst zu machen und stattdessen die positiven anzueignen.

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8. Rechne mit Rückschlägen

Wenn Du ein Ziel verfolgst, kann es immer wieder zu Rückschlägen kommen. Das ist sogar sehr wahrscheinlich. Setz Dich einmal hin und schreibe Dir alle Hindernisse auf, die Dir auf Deinem Weg begegnen könnten. Anschließend schreibst Du Dir auch auf, wie Du in der jeweiligen Situation am liebsten handeln möchtest, um trotzdem Dein Ziel zu erreichen.

9. Belohne Dich selbst

Überlege Dir immer wieder kleine Belohnungen, die Du Dir für das Erreichen gesetzter Zwischenziele gönnst.

Übungen für mehr Geduld

Ganz konkret kannst Du Geduld mit den folgenden Methoden trainieren. Nimm Dir dafür am besten täglich nur 5 bis 10 Minuten Zeit, um Deinen Geduldsfaden stetig zu stärken.

10. Atemübungen

Vielleicht hast Du schonmal davon gehört, dass Dein Körper und Deine Gefühle einander beeinflussen können. So kannst Du beispielsweise durch eine schlechte Körperhaltung dazu beitragen, dass Du weniger Energie hast. Umgekehrt kannst Du durch eine aufrechte Körperhaltung dafür sorgen, dass Du mehr Energie hast und Dich selbstbewusster fühlst.

Diese Wirkung Deines Körpers lässt sich auch für das Üben in Geduld nutzen. Ungeduld löst in Deinem Körper Stress aus oder wird durch Stress ausgelöst. In beiden Fällen erhöht sich Dein Puls und Deine Atmung wird flacher.

Mit diesem Wissen kannst Du nun dagegen angehen und ganz bewusst darauf achten, tief ein- und auszuatmen. Besonders gut eignet sich dafür die Quadrat-Atmung. Hierbei atmest Du für 4 Sekunden tief ein. Anschließend hältst Du die Luft für 4 Sekunden an und atmest dann 4 Sekunden lang tief aus. Halte jetzt wieder 4 Sekunden die Luft an und wiederhole diesen Vorgang 10-mal. Anschließend wird Dein Puls wieder spürbar niedriger sein und Deine Ungeduld hat sich im besten Fall in Luft aufgelöst.

11. Mentaltraining

Auch Übungen aus dem Mentaltraining sind sehr gut geeignet, um Deine Geduld zu trainieren. Hierfür hast Du die freie Auswahl zwischen Meditationen, autogenem Training, progressiver Muskelentspannung, Imaginationsübungen oder auch positiven Affirmationen.

12. Selbstreflexion

Die letzte Übung, die eigentlich weiter oben schon erwähnt wurde, aber extrem wichtig ist, ist das Üben in Selbstreflexion. Je öfter Du Dich in Selbstreflexion übst, desto schneller wird Dir rechtzeitig auffallen, wo Du ungeduldig wirst. Statt immer wieder Deinen Impulsen zu folgen, kannst Du bewusst dagegen angehen und so reagieren, wie Du es Dir eigentlich wünschst.

04 Meine Geduld ist am Ende - ©www.canva.com

4. Das Gegenteil von Geduld

Das Gegenteil von Geduld ist Ungeduld. Ungeduldigen Menschen fällt es schwer, abzuwarten. Alles geht ihnen zu langsam. Sie sind schnell frustriert, haben kein Vertrauen, dass ihr Wirken später einen positiven Effekt haben wird und geben deswegen frühzeitig auf.

5. Was ungeduldig macht

Selbst, wenn Du von Natur aus ein eher geduldiger Mensch bist, kann es passieren, dass auch Dir mal der Geduldsfaden reißt. Das kann einfach daran liegen, dass die Grenze Deiner Geduldsspanne erreicht wurde.

Oder, dass die äußeren Umstände gerade so viel mentale Kraft erfordern, dass Du nicht mehr die Energie hast, um Deine Geduld zu kontrollieren. Gründe dafür können beispielsweise Schlafmangel, negativer Dauerstress oder viele Probleme, die gleichzeitig aufkommen sein.

Geduld und Ungeduld sind zu einem gewissen Grad auch Erziehungssache. Wenn Deine Eltern selbst immer sehr geduldig mit Dir umgegangen sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du selbst eine geduldige Person bist. Waren Deine Eltern aber selbst oft ungeduldig mit Dir oder in anderen Situationen, ist es gut möglich, dass Du Dir das ungeduldige Verhalten unbewusst abgeschaut hast.

6. Gedulds-Experiment: Der Marshmallow-Test

Der Marshmallow-Test war ein Experiment, das in den Jahren 1968 bis 1974 mit etwa 4 Jahre alten Kindern durchgeführt wurde, um festzustellen, welchen Effekt Impulskontrolle auf das Leben hat.

Bei dem Experiment wurden die Kinder einzeln in einem fast leeren Raum gesetzt. Hier gab es nur einen Stuhl und einen Tisch. Dann kam die Prüferin herein, legte den Kindern ein Marshmallow vor die Nase und erklärte: Sie müsse den Raum jetzt wieder verlassen. Wenn das Kind es so lange schaffen würde, das Marshmallow nicht zu essen, bis sie wiederkommen würde, gäbe es noch ein zweites Marshmallow als Belohnung.

In den Jahren 1980 bis 1981 kam es zu einer Nachbeobachtung der damals getesteten Kinder. Hierbei kam heraus, dass die Kinder, die beim Marshmallow-Test am längsten am besten abgeschnitten hatten, auch im späteren Leben bessere Leistung in schulischen und sozialen Bereichen zeigten.

Hier findest Du das Video zum Marshmallow-Test:

7. Fazit

Geduld ist eine wichtige Eigenschaft und Fähigkeit für privaten und beruflichen Erfolg. Zu einem kleinen Teil ist sie wohl genetisch in uns einprogrammiert. Weitaus wichtiger ist allerdings die Erziehung und andere gute oder schlechte Vorbilder in unserem Leben. Geduld kann mit etwas Übung und Selbstreflexion in jedem Lebensalter erlernt werden.

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